Internet Statement 2024-11

 

Resignation auf niedriger Stufe? Nein danke. Ich denke, wir haben andere Möglichkeiten

Die Perspektive ist: Wir werden laut

Maria Weiß  02.03.2024 


Umwälzungen sind nur dann von Bestand und Interesse, wenn sie von sozialen Schichten unternommen werden, die auch wirklich sozial eine Kraft darstellen. Menschen oder Kräfte, die von Brotkrumen der Gesellschaft, von dem Überfluss, der durch die Ausbeutung ganz anderer Gebiete auf der Welt gewonnen wird, leben, haben es schwer eine solche Kraft darzustellen.

Das kann gar nicht anders sein, denn wie soll das funktionieren? Sie leben so lange, wie sie ausgehalten werden können, und wenn das wegfällt, was passiert dann? Bedauerlicherweise gibt es in unserem Land nicht gerade wenige solcher Menschen, die in irgendeiner Weise, aus irgendwelchen Gründen was auch immer, in eine solche Stellung geschoben worden sind oder auch sich selbst begeben haben. Dieses Problem ist nicht neu, das gibt es schon sehr lange, das gibt es schon Jahrzehnte lang in diesem Land. Aber immer wieder wird das meiner Ansicht nach zu wenig beachtet.

Ich finde schon, daß das wichtig ist, wie und womit ein Mensch seinen Lebensunterhalt verdient. Ob er das etwa durch Ausbeutung anderer oder durch eigene Arbeit macht; oder ob er das durch das Beziehen von gesellschaftlicher Unterstützung macht. Und ich bin der Ansicht, daß es hier eine ganze Menge Leute gibt, die eben letzteres machen. Und ich finde das nicht unterstützenswert, obwohl das manchmal vielleicht im Einzelfall oder Einzelfällen so scheint.

Trifft man auf solche Fälle, dann sollte man versuchen, ihnen auch diese objektive Funktion, die sie haben, klarzumachen und versuchen, sie nach Möglichkeit da herauszuziehen. Lässt man sich darauf ein, dann hat man meiner Ansicht nach schon gar keine Chance mehr, irgend etwas wirklich sozial Relevantes in Bewegung zu setzen. Ausgehalten ist und bleibt ausgehalten. Egal in welcher Form, in welcher niedrigsten Form es auch existiert. Wenn es ausgehalten ist, dann ist es eben so und dann kann man darüber nicht hinwegsehen, sonst ist es so, daß man damit seine Zeit verschwendet. Man sollte vielmehr einmal darüber nachdenken, was das eigentlich sozial für eine Stellung einnimmt? Das hat mit Moral nicht viel zu tun, sondern mit Intellekt und sich klarwerden über das, was man gesellschaftlich erreichen will.

Nun kann man natürlich sagen, ja bitte was gibt es denn sonst hier? Hier ist doch nichts, die sind doch alle fett und zufrieden und werden ausreichend bezahlt, wie willst du mit solchen Leuten eine Revolution anfangen? Da kannst du nichts mit anfangen. Ja, das stimmt, das ist leider so. Und da muß man eben versuchen, diesem gerecht zu werden, indem man daraus Schlussfolgerungen zieht. Aber das kann nicht darin liegen, daß man dem nächsten Leim des Kapitals und seiner internationalen Ausbeutungskapazität auf den Leim geht.

Wenn man mit diesen Menschen arbeitet und diskutiert, dann muß man versuchen, ihnen diesen politischen Zusammenhang klar zu machen. So schwierig auch immer das sein mag. Ich habe leider den Eindruck, daß das zu wenig geschieht. Ich will niemandem einen Vorwurf machen der nicht gerechtfertigt ist, aber ich habe den Eindruck, daß dieser Gedankengang in der sozialen Bewegung bisher zu kurz gekommen ist und mehr Überlegung verdient hat.

Die Grundlage, auf der diese Menschen stehen, ist die, daß sie von der internationalen Ausbeutung, deren Überschüssen sozusagen, hier mit durch gefüttert werden können, egal ob ihnen das bewusst ist oder nicht. Sie sollten es sich mal bewusst machen, was das für eine elende Existenz ist und ob man sich damit wirklich zufriedengeben kann. Ich bin der Ansicht, nein.
Eigentlich haben doch Menschen eher das Bedürfnis aus einer elenden Situation herauszukommen, nicht aber diese in einer angeblich „erträglichen Weise“ zu konservieren. Resignation als Grundlage für die eigenen Existenz? Das taugt doch nicht wirklich etwas. Damit kann man sich nicht abfinden.

 

Haben wir die Möglichkeiten, den Ausbeutern die Hölle heiß zu machen oder nicht? Ich denke wir haben

Man muß es ansprechen, weil viele dieser Menschen das überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Ja, das ist eben so und dies und das, und man lebt eben von Sozialhilfe und lebt im Elend. Das ist aber Quatsch. Das muß nicht sein. Das hat etwas mit dem gesellschaftlichen System zu tun, in dem wir leben. Und es wäre auch ein klein bisschen Mühe wert, sich damit zu beschäftigen. Vielleicht wäre das mal ein Anstoß auch für diese Menschen, sich mit dem „sozialen System“, mit dem kapitalistischen Ausbeutersystem zu beschäftigen. Vielleicht haben sie es ja irgendwann in ihrem Leben gemacht und haben damit keinen Erfolg gehabt. Na und, das heißt noch lange nicht, daß es falsch gewesen ist – im Gegenteil. Das ist das Einzige was letztendlich eine Perspektive eröffnet. Der Kapitalismus hat längst abgewirtschaftet und kann den Massen keine Perspektive mehr bieten. Ja, vielleicht hier noch einigen mehr, weil sie von der internationalen Ausbeutung der Massen leben, aber auch das hat nicht ewig Bestand. Deswegen braucht man nicht zu verzweifeln, sondern sollte einfach mal an die Ursachen ran und sich die klar machen, und sich selbst auf diese Weise auch wieder eine Perspektive schaffen.

Allgemeine Menschlichkeit wird so gerne von der herrschenden Klasse strapaziert. Aber was ist das denn? Hier gibt es Menschen, die ihr Recht auf ein menschliches Leben nicht verwirklichen können. Und warum können sie das nicht? Das liegt an der Struktur des Systems. Ja, darüber sollte sich jemand, der das kritisiert, mal Gedanken machen und auch darüber, wie man das ändern könnte. Das ganze Land und auch die übrigen europäischen Staaten leben zu großen Teilen von der internationalen Ausbeutung. Würde diese wegfallen, würde hier ein ganz anderes „soziales Klima“ herrschen. Aber genau das wollen die Herrschenden natürlich vermeiden. Aber wie kann man das ändern?

Auch hier gibt es viele Opfer dieser ganzen Geschichte. Vielleicht sollten sich diese Opfer mal durch den Kopf gehen lassen, was sie dazu tun können, um das zu ändern. Gut, das kostet ein bisschen Mühe, ein bisschen Arbeit, man muß ein bisschen lesen und sich über die Gesellschaft klar werden, aber es lohnt sich. Und ich bin der Ansicht, daß man versuchen muß, möglichst viele dieser Menschen dafür zu gewinnen es zu tun.

Der Kapitalismus ist keine Perspektive mehr für die Menschheit. Die Digitalisierung eröffnet dem Kapital Möglichkeiten, Millionen, ja Milliarden von Menschen zu ersetzen, wenn man es denn fertigbringt. Das muß man sehen, das ist eine elementare Bedrohung und zeigt eigentlich nichts weiter, als daß das bestehende kapitalistische Gesellschaftssystem überall auf der Welt überflüssig ist. Wir brauchen ein anderes Gesellschaftssystem. Eines, welches dem Fortschritt der Technik als auch der Wissenschaften Rechnung trägt. Das tut das kapitalistische System aber nicht, ganz im Gegenteil. Der Fortschritt wird dazu verwendet, Menschen zu vernichten. Wo das der Fall ist, da ist spätestens Alarm gegeben aktiv einzugreifen. Ich denke mal, jeder hat seine eigenen Erfahrungen in dieser Hinsicht. In den Betrieben ist es ja nicht anders, da wird es ebenso praktiziert. Das Schlimme ist nur, daß die soziale Unruhe, der Widerstand immer an einer solchen Grenze gehalten wird, daß man die Gesellschaft selbst nicht in Frage stellt. Aber genau das muß sein. Wie soll man sonst dem Fortschritt gerecht werden, wenn man es nicht schafft, eine neue Gesellschaft anzustreben und aufzubauen, die dem entspricht?

Die Produktivkräfte sprengen die Produktionsverhältnisse, an nichts wird das so deutlich wie an der Digitalisierung. „Wo man keine Menschen braucht da kann man sie auch umbringen.“ – von wegen, es ist das System, was geändert werden muß. Nicht die Menschen sind schuld. Das System – das muß weg.


Soziale und kulturelle Auswirkungen

Daß Deutschland ein Land ist, das zu einem sehr hohen Prozentsatz von der internationalen Ausbeutung lebt und daraus seine Pfründe zieht, ist bekannt. Aber das hat eben auch entsprechende soziale und kulturelle Konsequenzen. Und so ist es eben auch in diesem Land selbstverständlich, daß man die sogenannte „sexuelle Orientierung“ beachtet und respektiert. Ja, da ist es egal, Mann und Mann, Frau und Frau, ja bitte schön, wen interessiert denn das? Das ist aber nicht normal, das ist pervers. Tut mir leid, wenn jetzt manche Leute denken: Huch, was ist denn das für eine rechte Ansicht? Von wegen, das hat überhaupt gar nichts mit rechts zu tun. Bekanntlich gibt es unter den Rechten auch eine ganze Menge Homosexuelle – so ist das überhaupt nicht. Aber das ist eben nicht normal, und das können die sich eben erlauben aufgrund dieser Stellung.
Ich würde mal gerne einen Vergleich sehen, wie das in einem Land der Dritten Welt in dieser Hinsicht aussieht. Ob es z. B. da auch einen derartig hohen Prozentsatz an sexuell orientierten Menschen gibt, die aber nicht auf das andere, sondern auf das eigene Geschlecht orientiert sind?

Von nichts kommt eben nichts. Und so etwas muss man sich auch leisten können. Es gibt in Deutschland in den Großstädten, in Berlin z. B. auch, Bezirke und Kreise, wo diese ganze Richtung dominiert. Wie jemand so etwas allen Ernstes als sozialen Fortschritt verkaufen kann, das verstehe ich nicht. Das kann man ja mal erklären, was daran fortschrittlich und gar sozial sein soll. Sicherlich leben manche dieser Menschen, die eben eine andere sexuelle Orientierung haben wie es immer so schön heißt, zum Teil auch unter schlechten Bedingungen. Das kann durchaus sein. Aber was nutzt es denn, wenn man sich zurückzieht in diese Sachen, in diese Perversion und nicht mehr daran denkt, was eigentlich die Hauptsachen sind? Nicht nur im Verhältnis zwischen Mann und Frau, sondern auch in der Gesellschaft selbst.

Es ist heute sogar sozusagen schon so weit gediehen, daß das Normale eher diffamiert wird und das andere, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu pflegen, auch noch als Fortschritt verkauft wird. Und daß man das, ohne daran gehindert zu werden, praktizieren kann, das sei dann der allergrößte Fortschritt. Sicherlich gibt es immer Ausnahmen, aber diese sollten eben dann auch Ausnahmen bleiben und nicht zur Regel hochstilisiert werden, so wie das hier zum Teil wirklich bereits der Fall ist. Das nur nebenbei zur Frage der Kultur und wie man diese beurteilt, oder eben auch nicht.

Einen Fortschritt kann ich in einer solchen Entwicklung ehrlich gesagt nicht erkennen. Was soll daran fortschrittlich sein, wenn man die natürlichen Bedingungen ignoriert und stattdessen etwas, was eigentlich eine Ausnahme von der Regel immer gewesen ist, plötzlich zur Normalität hochstilisiert? Das ist aber etwas, das in verschiedenen gesellschaftlichen Kreisen nicht nur in unserem Land zum Teil getrieben wird. Und wie sich das auswirkt, das sollte man untersuchen. Was das mit Fortschritt zu tun hat, mit sozialem Fortschritt, kann ich daran wirklich nicht erkennen.

Es ist wie mit anderen menschlichen Schwächen, hat man das Klauen einmal toleriert, kann man es kaum noch aufhalten. Es gibt eben Dinge, die gehen einfach nicht. Was würde man denn sagen, wenn jemand permanent klaut, hat der eine gesellschaftliche Orientierung oder was?



   

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