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Statement 2025-15
Wer
ist eigentlich der größte Feind der sogenannten Umwelt – ist es nicht
der Imperialismus?
Maria
Weiß 27.3/30.3.2025
Wer ist eigentlich der größte Feind der sogenannten Umwelt? Ist es nicht
der Imperialismus selbst, was nichts anderes ist als monopolistischer
Kapitalismus, der tagtäglich ohne Rücksicht vor allem auf den Menschen,
dann aber auch auf die sogenannte Umwelt, alles Mögliche zerstört, um
seine Interessen des Maximalprofits durchzusetzen? Komischerweise aber
wird diese Frage von den Grünen und anderen gar nicht behandelt. Woran
liegt das denn? Können sie das nicht erkennen oder besser gesagt wollen
sie es auch gar nicht erkennen? Vielleicht wollen sie einfach davon ablenken,
damit sich die Gesellschaft darüber keine Gedanken macht, so kommt mir
das vor.
Diese ganze Umweltstrategie ist nichts weiter als ein einziges Ablenkmanöver
von den gesellschaftlichen Widersprüchen. Das sollte man sich doch mal
vor Augen führen, nicht nur bei den Grünen, sondern auch bei den ehemaligen
oder gegenwärtigen Linken, die vielleicht die Chance hätten, in dieser
Hinsicht aktiv zu werden, um mal die Dinge vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Die stehen nämlich gegenwärtig auf dem Kopf, in dem die Umwelt als erstes
Thema behandelt wird und nicht die menschliche Welt in ihrer Widersprüchlichkeit.
In ihrer überall vorhandenen Widersprüchlichkeit zwischen Ausbeuter und
Ausgebeuteten und der ganzen Bewegung, die daraus resultiert. Wo erfährt
man darüber etwas? Bei den Grünen ohnehin nicht und in der Propaganda
der etablierten Medien auch nicht. Wo erfährt man, wo auf der Welt Menschen
sich zu einem Aufstand erheben gegen ihre miesen Verhältnisse, um diese
zu ändern? Davon ist wenig in unseren Nachrichten zu finden. Habt ihr
schon einmal darüber nachgedacht, warum das so ist, ihr ehemaligen Linken,
die ihr bei den Grünen gelandet seid? Es würde mich interessieren und
ich würde es auch begrüßen, wenn endlich mal darüber nachgedacht wird,
wie die Welt wirklich tickt. Vielleicht könnte man dann zu einer gemeinsamen
Agitation und Vorgehensweise finden?
Man sollte sich die Geschichte etwas näher anschauen in puncto Ablenkmanöver
der jeweils herrschenden Klasse. Als die herrschenden Klassen damals hier
in Deutschland den Nazifaschismus hochgezüchtet haben, auch das war ein
für sehr viele Menschen tödliches „Ablenkmanöver“ der Bourgeoisie, weil
damals das Proletariat ganz schön Widerstand geleistet hat, und der mußte
weg. Der mußte umfunktioniert werden in eine sogenannte rassistische Frage.
Und wie sieht es heute aus? Heute ist es doch eigentlich ähnlich? Die
große Mehrheit der Menschen ist unzufrieden, die gesellschaftlichen Verhältnisse
dürfen aber nicht der Schuldige sein, nein, es muß etwas anderes sein
und heute ist es die Umweltfrage. Bitte Leute, Menschen wie ihr, die politisch
einen Anspruch haben und denken können, überlegt euch doch mal, wie man
endlich mal diese ewigen Ablenkungen überwinden und zum Kern der Sache
kommen kann. Zum Kern der Sache, der darin besteht, daß die Ausbeutung
des Menschen durch den Menschen sich seit Jahrhunderten durchgesetzt hat
und mit dem kapitalistischen System heutzutage immer noch weitergeführt
und auf die Spitze getrieben wird. Und warum hat es sich durchgesetzt?
Das hängt auch nicht nur mit der Ausbeutung der vormals so benannten Dritten
Welt zusammen. Es hängt auch mit den eigenen Schwächen und Bequemlichkeiten
zusammen, die es im eigenen Land gibt.
Es ist so schön einfach, immer alles auf etwas anderes zu schieben, um
bloß nicht auf das zu kommen, was eigentlich wirklich Sache ist. Und das,
was wirklich Sache ist in diesen europäischen Staaten, nicht nur in diesen,
seit Jahrzehnten, vielleicht seit mehr als einem Jahrhundert, daß das
kapitalistische System, die gegenwärtige Form von Ausbeutung des Menschen
durch den Menschen, heute immer noch nicht hat überwunden werden können,
obwohl es verschiedene Versuche dazu gegeben hat. Aber warum, wozu braucht
man eigentlich dieses System, wer braucht es überhaupt? Die große Mehrheit
der Bevölkerung braucht es nicht, ganz im Gegenteil, sie leidet darunter,
überall auf der Welt. Wer es braucht, das ist eine Minderheit. Aber wie
kann es denn angehen, daß diese Minderheit sich über so viele Jahrzehnte
und mehr als ein Jahrhundert hat durchsetzen können? Darüber sollte man
nachdenken, woran das liegt und auch nicht davor zurückschrecken, eigene
Bequemlichkeiten und Schwächen mit in Betracht zu ziehen.
Natürlich, Revolution ist ein Risiko, man kann sterben, aber ohne Revolutionen
hätte sich die gesamte Geschichte der Welt auch nicht so entwickelt, wie
sie es hat. Aber heutzutage, da meint man, man hat das ja hier nicht nötig,
da verschiebt man die Revolution in die Staaten und Länder der Dritten
Welt, wo sie auch agiert und stattfindet, nur eben schlecht durchkommt,
weil ihnen einfach so vieles an Kenntnis und Theorie noch fehlen. Aber
wir könnten uns zusammentun und unsere jeweiligen Stärken miteinander
kombinieren, die Schwächen überwinden und zu einer gemeinsamen Stärke
gelangen. Das würde ich mir wünschen. Wie kann man das realisieren? Jedenfalls
überall da, wo man Möglichkeiten hat, mit Menschen aus anderen Ländern
Kontakt aufzunehmen, sollte man es zum Thema machen. Das ist z. B. etwas,
was in der gegenwärtigen Entwicklung viel zu wenig zum Tragen kommt. Wo
gibt es denn das eigentlich, einen Austausch zwischen den Menschen der
Dritten Welt und ihren Erfahrungen und den Menschen der sogenannten ersten
Welt, der Ausbeuterwelt möchte ich mal sagen, wo gibt es das? Natürlich
nicht zwischen den Ausbeutern und den korrupten Kräften in der Dritten
Welt, die an der Spitze sitzen, sondern der Masse der Gesellschaft. Wie
bekommt man das zustande? Ich hoffe, daß es auch noch andere Menschen
gibt die sich ähnliche Überlegungen machen und vielleicht können wir miteinander
in Kontakt kommen, um diese Überlegungen zur Realität umzuformen. Ich
hoffe, daß es geht. Und das, was ich jetzt hier schreibe, ist ein Appell,
ein internationaler Appell an alle Menschen sowohl in der Dritten Welt
als auch in unserer Welt, als auch anderen Orts, die mit ihrer gegenwärtigen
Existenzweise nicht zufrieden sind.
Die Menschheit hat Jahrtausende gebraucht, um all das aufzubauen, was
jetzt existiert. Warum sollte sie sich dazu hinreißen lassen, in Sekunden
all dieses wieder zerstören zu lassen, z. B. durch einen atomaren Krieg?
Man sollte also besser ein paar Überlegungen anstellen, was dafür eine
Ursache sein könnte und wie man es verhindern kann.
Nichts ist einfach, weder Theorien noch gesellschaftliche Aktivitäten
noch sonst irgendetwas, darüber muß man sich im Klaren sein. Aber trotzdem
gibt es natürlich im Laufe der Geschichte auch Erkenntnisse und diese
Erkenntnisse sollte man wahrnehmen, um daraus die praktischen Konsequenzen
zu ziehen.
Gibt es weitere Widersprüche – natürlich. Ein einziger Widerspruch ist
auch noch nicht alles. Auch Widersprüche zwischen den diversen Ausbeutern
untereinander sind zu berücksichtigen. Ich denke, es gibt viele Menschen
auf der Welt, die das ähnlich sehen, ohne sich dessen vielleicht gänzlich
bewußt zu sein. Man merkt es aber überall, die Praxis spricht eine deutliche
Sprache in diese Richtung. Und das sollte nicht vergessen werden, wenn
mal wieder jemand durchdreht, wie z. B. das letzte Mal in unserem Land,
in Deutschland die Nazis Verbrecher. Das sollte man möglichst verhindern.
Auch diese waren nicht unabhängig vom gesellschaftlichen Klassen-System
zu sehen, aber bitte, wer interessiert sich denn heute wirklich aktiv
für das gesellschaftliche System? Wo gibt es denn Menschen, die es auch
mal wagen dieses infrage zu stellen – das ist lange her – jetzt ist davon
wenig zu merken! Das, was abgeht, ist das sogenannte tagtägliche Leben.
Die einen sind auf der Sonnenseite, die anderen eben nicht. Und die auf
der Sonnenseite die beuten eben die anderen aus. Aber das ist doch eigentlich
nicht unbedingt ein System, was eine Gesellschaft insgesamt sich ewig
gefallen lassen muß, das kann ich mir nicht vorstellen. Da ist doch irgendwie
ein Mangel, wenn ein Teil der Gesellschaft es nötig hat, den anderen für
sich arbeiten zu lassen, und der andere, der überwiegende Teil der Menschheit
genötigt ist, dafür zu arbeiten, damit eine Minderheit ein schönes Leben
hat. Wie wäre es denn mit dem Gedanken, daß alle Menschen auf der Welt
ein schönes Leben haben könnten, wenn sie mit diesem Schwachsinn mal aufräumen.
Unmöglich ist das nicht, alles ist endlich, auch die Ausbeutung des Menschen
durch den Menschen, auch das kapitalistische System ist endlich. Das sollte
man mal nicht vergessen, auch wenn es Niederlagen in der bisherigen Geschichte
in dieser Hinsicht gegeben hat. Die Versuche hat es ja gegeben das zu
ändern und das kapitalistische Ausbeutersystem loszuwerden, auch wenn
sie bislang noch nicht von Dauer gewesen sind. Und das ist auch nicht
alles, es geht weiter und es gibt auch noch Möglichkeiten, endlich mal
etwas Vernünftiges durchzusetzen für alle. Ach ja, bekommt man dann erwidert,
es sind nicht alle, sondern die einen sind eben die Besitzer, die anderen
sind Nichtbesitzer. Ach du liebe Güte, was ist das eigentlich so wichtig,
daß man Privatbesitz und Besitztum hat, angesichts dessen, daß diese „Bequemlichkeit“
oder was auch immer es ist, mit dazu führt, daß daraus imperialistische
Kriege resultieren und man dann selber nicht mehr existiert. Man sollte
sich wehren dagegen, gegen das System der Ausbeutung und Unterdrückung
auf der ganzen Welt, welches so etwas, so eine Spaltung ermöglicht bzw.
hervorruft.
Spaltungen sind nicht unüberwindbar, das sollte man sich klarmachen. Das
bestätigt die gesamte bisherige Geschichte der Menschheit. Es ist auch
möglich, die heutige Form der Klassenspaltung zu überwinden, man muß allerdings
wissen wie und darin steckt das eigentliche Problem.
Es gibt dabei auch kein Endstadium, das widerspricht der Dynamik des Lebens
selbst. Das ist Unsinn, nichts anderes als eine Übertragung der Religion
auf die Realität. Eine Art Kommunismus als das „Paradies auf Erden“. Wo
soll das herkommen, wer soll das machen und warum sollte alles stehen
bleiben, das ist Unsinn. Das ist meiner Meinung nach immer noch eine ganz
erhebliche Schwäche in der bisherigen Theorie und auch bisheriger praktischer
Versuche bei der Verwirklichung. Das sollte man sehen, Endstadium bedeutet
Vernichtung des Lebens selbst. Wer aber will denn das Leben vernichten,
wer ist denn so stark, daß er das Leben vernichten könnte – das gibt es
doch gar nicht. Irgendetwas stimmt doch bei so einer Vorstellung nicht.
Da ist meiner Meinung nach immer noch ein erheblicher Idealismus drin
in der Theorie bzw. Anschauung, der Kommunismus wäre das Endstadium.
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