Internet Statement 2026-04

Der Demenz-Propaganda nicht auf den Leim gehen

Maria Weiß 12.2.2026


Gerade in Zeiten wie diesen, wo die herrschende Bourgeoisie das Land noch einmal extra hoch verschuldet hat, um Unsummen in eine Hochrüstung zu stecken, die das Land „kriegstüchtig“ gegen Russland machen sollen und gleichzeitig davon spricht, daß sie sich ihren sog. "Sozialstaat" nun nicht mehr leisten will, ist es angeraten, die Sinne auf allen Gebieten zu schärfen und zu einem wirkungsvollen Widerstand zu kommen.

Vieles, was die herrschende Bourgeoisie an weiterem sozialen Abbau und sozialen Verwerfungen vorhat, wird vorangebracht oder sogar bereits betrieben. Auch wie mit alten Menschen, pflegebedürftigen Menschen, deren Angehörigen und denjenigen, die sie betreuen und pflegen, umgegangen wird, und wie alles der kapitalistischen Ausbeutung geopfert wird, ist ein Kapitel, das dazu gehört.

Man sollte also meiner Ansicht nach auch nicht so einfach der sogenannten gegenwärtigen, allerdings noch nicht sehr lange existierenden Demenz-Propaganda auf den Leim gehen. Diese Art und Weise eine ganze Altersgruppe zu diffamieren, ist in gewisser Weise ein neues Phänomen.

Soweit mir bekannt ist, hat es noch in keinem einzigen Jahrhundert vorher etwas Ähnliches gegeben – warum gibt es das heute? Darüber sollte man ein paar Forschungen anstellen, um herauszufinden, warum das gegenwärtige ausbeuterische Gesellschaftssystem so etwas notwendig hat. Sicherlich wird man darauf mehr als eine Antwort finden
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Sicherlich ist es nichts Neues, daß bestimmte gesellschaftliche Gruppierungen andere an alltäglichen oder normalen Anzeichen versuchen zu diffamieren. Das Schärfste und Schlimmste in unserem Land waren die Nazis. Aber man muß leider feststellen, daß das Grundanliegen solcher Kräfte immer noch existiert. Wer hat denn etwas davon, wenn man Menschen, die bestimmte gesundheitliche Probleme haben, pauschal diffamiert? Es ist eigentlich so dumm, daß man es kaum auszusprechen wagt, aber nein, wie man feststellen muß ist diese Form von Dummheit nicht auszurotten. Warum nicht, wer versteckt sich dahinter? Meistens gibt es dafür soziale Gründe oder weltanschauliche. Aber was ist das hier, diese pauschale Diffamierung, die sich ausschließlich am Alter festmacht, wo es doch eigentlich eine erfreuliche Tatsache ist, wenn Menschen länger leben? Weil es doch bedeutet daß die Gesellschaft selbst und die Versorgung ein Fortschritt gemacht hat. Nicht so hier, hier wird es inzwischen zur Strafe, wenn man alt ist, weil man dann ja automatisch "dement" ist. Wie bitte, was wollt ihr eigentlich, ihr Faschisten, habt ihr nichts anderes im Kopf, als das Allerblödeste aus der Tasche zu ziehen? Leider ist das nicht erfreulich, weil es in jeder Gesellschaft immer wieder Anhänger dafür gibt. Man solle sich das durch den Kopf gehen lassen und auch dieser Art von Diffamierung ihr Ende bereiten.

Das Einzige was man diffamieren müßte wird nicht diffamiert und das ist die tägliche Anwendung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Was ist das denn, das teilt doch die Menschheit von vornherein in zwei Gruppierungen. Die einen sind die Reichen, die haben was, die anderen die Armen müssen ackern. Das ist doch einfach die naheliegendste und aller empfindlichste Diffamierung, die es überhaupt gibt. Aber komischerweise, auch in der Geschichte betrachtet, hat es diese Diffamierung noch nie so getroffen, um wirklich endgültig aus dem Weg geräumt zu werden. Ich bin der Ansicht, daß das immer noch die wichtige Aufgabe ist die Menschen mit ihrem Zusammenleben in der Gesellschaft vollbringen können, daß sie es beseitigen, daß eine Gruppierung von Menschen die Mehrheit unterdrückt und für ihre Zwecke ausnützt. Das ist das, was sich wirklich lohnt, zu beseitigen. Nicht irgendwelche dummen Spinnereien oder Gespinste, die man selber an die Wand gemalt hat. Das ist kein Gespenst, was an die Wand gemalt wurde, das ist tagtägliche Realität für die Mehrheit aller Menschen überall auf der Welt, auch in unserem Land, was endlich auf den Müll geschmissen gehört.

Sicher ist das nicht einfach, man hat es jahrzehntelang oder jahrhundertelang versucht zu bekämpfen, aber es scheint so hartnäckig zu sein – ich weiß auch nicht, was dafür noch alles notwendig sein wird, daß man das endlich schafft. Ich hoffe nur eines nicht, daß es der Untergang der ganzen Menschheit sein wird, das wäre wirklich zu viel. Aber daran zu arbeiten, darüber nachzudenken, das ist allemal eine täglich lohnenswerte Aufgabe.


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