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Statement 2026-11
Was
streben wir eigentlich grundsätzlich an und was wollen wir erreichen?
Maria Weiß 11.5.2026
Grundsätzlich streben wir eine grundlegende Veränderung des bestehenden
kapitalistischen Gesellschaftssystems an, die Überwindung von einem System,
welches einen Teil der Menschen in seiner Gesellschaft zu seinem eigenen
Unterhalt nötigt und entsprechend schlecht behandelt, um es mal so auszudrücken.
Gemeinhin nennt man so etwas Ausbeutung. Damit aber kann man keine wirklich
grundlegende Veränderung einer Gesamtgesellschaft erreichen. Weil immer
ein Teil dieser Gesellschaft – egal, wie groß er ist – (ganz egal ist
das natürlich nicht, aber es spielt immer eine Rolle) von den Vorteilen
aus der Entwicklung des Menschen durch die Weiterentwicklung seiner Möglichkeiten
weitestgehend ausgenommen wird und sogar im Gegenteil dazu benutzt wird,
diese Vorteile für eine Minderheit tagtäglich zu garantieren. Daß das
keine gute Grundlage ist, um eine Gesellschaft aufzubauen, welche den
Fortschritt aller ihrer Mitglieder wünscht, das liegt auf der Hand. Und
deswegen ist es notwendig, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.
Egal, wie vorrangig oder wichtig sie einem selbst vielleicht manchmal
oder auch gegenwärtig erscheinen mag. Letzteres liegt daran, daß natürlich
die Stellung der Menschen in der Gesellschaft sehr unterschiedlich ist
und nicht unbedingt bei allen, schon gar nicht bei einer gesellschaftlichen
Minderheit, auf Verständnis stößt. Einer Minderheit, welche von der Ausbeutung,
von der Arbeit – kann man auch sagen – anderer Menschen, sowohl in der
eigenen Gesellschaft als auch anderswo in anderen Gesellschaften, lebt
und sich damit zufriedengibt.
Gemeinhin nennt man eine solche Gemeinschaft heute Kapitalismus. Und Kapitalismus
bedeutet eben, daß eine Minderheit in der Gesellschaft davon profitiert,
daß die Mehrheit, sei es auch nicht immer in der eigenen Gesellschaft,
sondern auch nur insgesamt in allen Gesellschaften, von der Ausbeutung
dieser Menschen profitiert, wenn nicht sogar ihre gesamte Lebensbasis
finanziert. Daß das kein gutes Omen ist, um den Fortschritt in Gesellschaften
zu fördern, liegt auf der Hand. Aber auf der anderen Seite ist das eben
auch eine wichtige und nicht leicht zu lösende Frage, wie man das angeht.
Wenn man in die Geschichte schaut, dann sieht man, daß es schon sehr viele
Versuche gegeben hat, diese missliche Spaltung zu überwinden. Es hat sogar
Gesellschaften gegeben, wie zum Beispiel in Russland und in China, die
es sogar über längere Zeit geschafft haben. Aber eben leider auch nicht
endgültig. Und das liegt daran, daß man nicht überall auf der Welt zugleich
die Gesellschaft in eine solche allen dienende verwandeln kann. Das geht
nicht auf einmal. Zudem hat man permanent immer noch gegen die alten reaktionären
Kräfte anzukämpfen, die natürlich nicht freiwillig abtreten wollen und
zurückschlagen.
Die Entwicklung in der ganzen Welt ist sehr unterschiedlich. Das kann
jeder sehen, der nur ein bisschen davon tagtäglich mitbekommt, der die
Geschichte kennt und sich ein wenig damit befasst hat. Wenn man das allerdings
alles nicht tut, weil es einem selbst hier ja so einigermaßen geht, dann
kann es sehr leicht sein, daß man über all das hinweggeht. Man ist zwar
nicht ganz zufrieden mit dem System, daß es wenigen Ausbeutern, Besitzenden
und andere Möglichkeiten habenden Menschen, sogar heutzutage noch, erlaubt,
aber aufzustehen, sich dagegen zu erheben davon ist man weit entfernt.
Denn immer noch gibt es ja viele, die tagtäglich arbeiten gehen, aber
das, was sie durch ihre Arbeit leisten, in gar keiner Weise auch nur annähernd
zurückbekommen. Diese Umstände der Ungerechtigkeit, der krassen Ungerechtigkeit,
hat es immer gegeben. Es wurde zeitweilig versucht, es zu ändern, was
bis zum heutigen Tag noch nicht so gelungen ist, daß es wirklich für die
gesamte Gesellschaft als Vorbild dienen kann. Vielleicht sollte man sich
darüber mal Gedanken machen, woran das liegt und was man ändern müsste,
um ein solches Ziel überhaupt nur annähernd erreichen zu können. Das möchte
ich damit anregen. Denn obwohl es eben sehr viele Menschen auch heute
gibt, die hart arbeiten, auch wenn sie nicht viel davon haben, gibt es
viel zu viele Menschen die sich über die politischen Umstände, die politischen
Grundlagen und Voraussetzungen einer solchen kapitalistische Gesellschaft
keine Rechenschaft ablegen, die auch keine Kenntnis haben und sogar leider
in sehr vielen Fällen auch nicht daran interessiert sind, Letzteres zu
bekommen.
Will man aber diesen misslichen Umstand, wer wirklich auf der ganzen Welt
immer noch die Mehrheit traktiert, wirklich ernsthaft ändern, dann muß
man sich sowohl mit der Geschichte befassen als auch mit den verschiedenen
Versuchen, die es in diese Richtung gegeben hat – die aber leider bis
zum heutigen Tag allesamt wieder gescheitert sind – und darüber Rechenschaft
ablegen und nachdenken, wie man das endlich mal ändern kann.
Ja, warum soll eigentlich die Gesellschaft der Menschen ewig gespalten
sein, warum eigentlich? Menschen sind doch nicht von Natur aus gespalten.
Aber durch ihre tagtägliche Tätigkeit, ihren Unterhalt herzustellen, werden
sie es, eben durch dieses, leider bis zum heutigen Tag noch nicht endgültig
zu beseitigen gelungene kapitalistische Ausbeutungssystem.
Man sollte aber die Hoffnung nicht aufgeben. Die Geschichte der Menschheit,
wenn man zurückblickt, ist noch niemals wirklich stehen geblieben. Die
hat sich immer weiter fortentwickelt, auch über die verschiedensten Umwege
hinweg, die verschiedensten Brutalitäten hinweg und verschiedensten Morde
und Zerstörungen von Menschentum hinweg, bis zum heutigen Tag? Die Menschheit
ist nicht so widerstandsunfähig, als daß sie nicht imstande wäre, auch
solche Misslichkeiten ihrer eigenen Gesellschaft anzugehen und sie zum
Besseren zu verwandeln.
Ich möchte empfehlen, über diese Frage einmal nachzudenken. Auch wenn
es sehr viel Hetze in der Gesellschaft gibt, gegen die früheren Versuche,
sie zu ändern: was sie alles falsch gemacht hätten, wie schlimm sie angeblich
waren und so weiter und so fort. Man darf sich damit nicht abfinden oder
zufriedengeben und dafür gleichzeitig dieses miese Ausbeutungssystem ständig
weiter bestehen lassen. Ich hoffe, es gibt außer mir und einigen anderen,
die ich kenne, auch noch andere Menschen, die sich über solche Fragen
Gedanken machen und auch ein gewisses Interesse daran haben, wie man es
ändern kann, wie man es erfolgreich und wie man es auch dauerhaft ändern
kann. Letztes ist eigentlich die allerschwerste Frage bei dieser ganzen
Angelegenheit, denn wie die Geschichte zeigt, hat es immer wieder Versuche
gegeben, aber sie waren nicht dauerhaft. Sie konnten noch nicht bestehen.
Sie wurden sowohl von innen heraus selbst als auch von außen zerstört.
Man sollte daher auch gleichzeitig nachdenken, wie man solche Zerstörungen
vermindern oder vielleicht sogar ganz abschaffen kann. Das ist verdammt
schwer, das weiß ich auch. Aber was ist eigentlich nicht verdammt schwer?
Es ist verdammt schwer, einen Baum zu fällen und was weiß ich alles. Man
schafft es trotzdem. Also warum nicht auch das? Warum soll man nicht auch
auf gesellschaftlichem Gebiet, dem Zusammenhang der Menschen unterworfenen
System, einen dauerhaften Fortschritt erreichen? Das ist doch eigentlich
nicht einzusehen, wenn man sich anschaut, was für riesige Fortschritte
die Menschheit seit ihrer Entstehung inzwischen geschafft hat. Das muss
man ja auch mal sehen. Das hätte sich vor 1000 Jahren auch keiner träumen
lassen, daß so etwas überhaupt möglich ist.
Wie viele Menschen weltweit träumen davon, die Ausbeutung des Menschen
durch den Menschen zu beseitigen. Wir sollten nicht nur davon träumen,
sondern weiter daran arbeiten, wie wir es schaffen können, aus ihren Träumen
Realität werden zu lassen.
www.neue-einheit.de
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